Online- und Browsergames verzeichnen Nutzerzuwachs

Alicia 9. Februar 2012 0

Die Anzahl der Nutzer von Online- und Browsergames in Deutschland ist zwischen den Jahren 2008 und 2010 um rund 26 Prozent gestiegen. Waren es 2008 noch 11,5 Millionen Spieler, stieg deren Anzahl innerhalb von nur zwei Jahren auf satte 14,5 Millionen. Demnach spielt mehr als jeder sechste Deutsche Online- und Browserspiele. Vergleicht man den Spieleranteil in den beiden Kategorien, so überwiegt die Spielerzahl bei den Browsergames mit 11,3 Millionen Nutzern.

Doch wer sind die Spieler? Wer spielt eigentlich Online- und Browsergames? Vergleicht man die Verteilung des Geschlechts der Nutzer in den beiden Kategorien, so stellt man fest, dass Online-Games häufiger von Männern (58 Prozent), als von Frauen gespielt werden. Bei Browsergames ist die Geschlechterverteilung mit 51 und 49 Prozent so gut wie ausgeglichen. Dabei verfügt ein Großteil der Deutschen, die bereits Online-Games gespielt haben über einen mittleren bis hohen Bildungsabschluss, wie die Mittlere Reife oder Abitur, bzw. Gymnasium.

Auch ein Blick in die Altersverteilung der Nutzer lohnt sich. Denn entgegen der zu vermutenden Annahme, zählen auch ältere Personen zum großen Spielerkreis von Online- und Browsergames.

Zwar überwiegt bei Online-Games mit einem Anteil 27 Prozent noch leicht die Altersgruppe zwischen 20 und 29 Jahren, doch der verbleibende Anteil verteilt sich relativ gleichmäßig auf Spieler zwischen 10 und über 50 Jahren. Bei den Browsergames ist die Altersstruktur noch ebenmäßiger. Hier stechen lediglich die Altersgruppen der 20- bis 29-Jähren, sowie die Kategorie 40-49 Jahre heraus. Der Anteil an Spielern der Kategorie 50+ mit 17 und 21 Prozent ist bei Online-, bzw. Browsergames überraschend hoch. Ein Grund hierfür ist mit Sicherheit, dass die älteren Jahrgänge sind mit der Internetnutzung zunehmen besser vertraut sind. Immerhin nutzen noch 73 Prozent der 50- bis 59-Jährigen und sogar 35,3 Prozent der über 60-Jährigen das Internet. Die Erschließung der Zielgruppe der über 50-Jährigen dürfte daher auch ein Grund für die steigenden Nutzerzahlen sein. Ein Grund, diese Zielgruppe nicht zu vernachlässigen.

Doch wo wird eigentlich gespielt? Eine Befragung des BVDW unter 7.621 Spielern von Online-Games ergab, dass 92,8 Prozent aller Befragten zu Hause spielen. Lediglich 9 Prozent gaben zu, auch am Arbeitsplatz zu spielen. Damit dürfte das Umfrageergebnis so manchen unberechtigten Verdächtigungen von Seiten des Vorgesetzten widersprechen. Auch der Anteil an Spielern, die unterwegs mit mobilem Internetzugang spielen,  ist mit 6,7 Prozent noch sehr niedrig. Diese Zahl deckt sich auch mit einer Erhebung der BITKOM, wonach Mobile Games im Jahre 2009 mit 8,5 Prozent zu den selten genutzten Arten von Online-Games zählte. Neben Client-Games (19 Prozent) führten Browserspiele die Statistik mit rund 73 Prozent deutlich an.

Der heimische Computer ist in dem Fall das Lieblingsobjekt, um gemütlich Online-Games zu spielen. Der Spaßfaktor spielt bei der Motivation eine wesentliche Rolle, wie Entwickler und Publisher Bigpoint in einer weltweiten Online-Befragung aus dem Jahre 2010 erhob. Damals gab die Hälfte der Befragten an, Online-Games zu spielen, um erfolgreich zu sein und Spaß zu haben. Für 32 Prozent stand der Entspannungsfaktor im Vordergrund. Und obwohl Online- und Browsergames ein idealer Zeitvertreib sind, so werden sie lediglich von 15 Prozent als Mittel zum Zweck gesehen, nämlich um die Zeit rumzukriegen. Auch als Aggressionspuffer zum Abreagieren, wenn man wütend ist, werden Onlinespiele eher selten verwendet (4 Prozent).

Betrachtet man die Spielfrequenz, so stellt man fest, dass der Anteil der täglichen Spieler mit insgesamt 30,4 Prozent ziemlich hoch ist. 14 Prozent spielen sogar mehrmals täglich. Die meisten Nutzer von Online-Games (45,7 Prozent) spielen jedoch einmal bis mehrmals pro Woche, aber nicht jeden Tag.

Online- und Browsergames sind weiterhin auf dem Vormarsch und erobern, wie auch die Mobile Games, einen zunehmend wachsenden Nutzerkreis. Dabei können sowohl beim Alter, als auch beim Geschlecht keine herausstechenden Differenzen beobachtet werden.

Als Gründe für den Wachstumstrend auf dem Online-Gaming-Markt sind u.a. die Erschließung zusätzlicher Computerspielgenres, die Echtzeit-Strategiespiele und aufwendige 3D-Games mit hochwertiger Grafik ermöglichen. Die Qualitätsunterschiede zu herkömmlichen Computerspielen schwinden und veranlassen immer mehr Nutzer dazu, direkt online im Browser zu spielen. Die meisten Online- und Browserspiele sind weitgehend kostenlos, erfordern keine Installation und z.B. bei Flash-Games i.d.R. auch keine Registrierung. Aufgeklärtere Internetnutzer, der schnelle und kostenlose Zugang, sowie die professionelle Erschließung des Online-Spielemarktes dürften die wachsende Anzahl der Spieler weiterhin auf Kurs halten. Und bei der großen Bandbreite an Browsergames und Online-Spielen ist für Mann und Frau, Jung und Alt, sowie für jeden Geschmack etwas dabei!

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