King.com Studie zeigt, Casual Social Games sind reine Frauensache

Lars 2. Juli 2012 3

In einer durchgeführten Studie zum Nutzungsverhalten von Online-/Browser-Spielern versucht King.com, seines Zeichens Betreiber von Social Games, ein wenig mehr Licht in das Mysterium des Online-Gamers zu bringen. Im Rahmen der Studie, wurden über den Zeitraum März/April 2012, insgesamt 9.557 Spieler befragt, wobei 3.157 Spieler über das eigene Spieleportal erfasst wurden und 6.000 Interviews im Rahmen einer Panel-Erhebung durchgeführt wurden.

Laut der Studie werden die Spiele von King.com mehrheitlich von Frauen gespielt. So sind zwei Drittel der Spielerschaft weiblichen Geschlechts. Unter den Stammspielern sind es der Studie zufolge sogar 71%.

Aufteilung der Spieler in Geschlecht

Frauen sind die High-Gamer von King.com

Das Durchschnittsalter der Nutzer beträgt im weitesten Spielerkreis 39,9 Jahre bei den Frauen und 38 Jahren bei den Männern. Im Gegensatz dazu liegt der Altersschnitt bei Online- & Browserspielern bei 36,5 Jahren liegt.

Soweit sind die beiden Ergebnisse kein überraschendes Ergebnis. Sieht man sich die Aufmachung vieler Casual Social Games an, so lässt sich auf bei vielen Spielen auf den ersten Blick die Fokussierung auf eine weitestgehend weibliche Zielgruppe erkennen.

Spannend wird die Studie bei der Frage nach der Bildung der Spieler. So gibt King.com an, dass die Spieler laut den Ergebnissen gut gebildet seien. Immerhin verfügen 29% der Nutzer über die Mittlere Reife, 30% über ein Abitur und 20% über ein Studium. Ebenfalls 20% entfallen auf den Bildungsstand der Volks-/Hauptschule. Offen bleibt jedoch, wie viel der Spieler sich noch in aktiv in einem Studium, bzw. einer schulischen Laufbahn befinden.

Bildungsgrad der Spieler

Lediglich 20% verfügen über einen „niedrigen“ Schulabschluss

Auch die Beschäftigungsquote ist laut den Angaben der Studie höher als beim Durchschnitt der Online-Nutzer. Es bleibt die Frage wie gut bzw. aussagekräftig ein Vergleich von Casual Social Gamern mit reinen Online-Nutzern ist.

Zwei Drittel der Frauen, sowie 72% der Männer seien nach eigenen Angaben berufstätig. Doch damit nicht genug, mehr als die Hälfte der Spieler (53%) gehören der Gruppe der Führungskräfte an und 27% der Beschäftigten zählen zu Entscheidungsträgern in ihrem Resort.

Beschäftigungsverhältnis der Spieler

Casual Social Games als Ausgleich zum Beruf?

Weiter leben die Spieler der Plattform mehrheitlich in familiären Verhältnissen. Fast zwei Drittel (63%) der Nutzer befinden sich in einer festen Partnerschaft und  43% der Haushalte verbringen ihren Alltag mit einem oder mehreren Kindern.

Auch der soziale Aktivitätsgrad der Spieler von King.com ist gegenüber den herkömmlichen Nutzern höher, so betätigen sich nach eigenen Angaben 25% der Spieler in sozialen Bereichen (Vereine, soziale Einrichtungen, Kirche, wohltätige Organisationen, Politik, Kultur, Nachbarschaftshilfe) und kennen auch ein Leben ohne Internet.

Online Aktivität der Nutzer Teil 1

Shopping, Social-Networks & chatten …

Unter der Betrachtung des Durchschnittsalters der Spieler, scheint es nicht ungewöhnlich, dass die Spieler innerhalb ihres Haushaltes wesentlich zu den Kaufentscheidungen beitragen. Laut der Studie shoppen 9 von 10 Spielern auf Online-Angeboten und sind zudem deutlich aktiver wenn es um die Nutzung des Internets geht. Fast 75% nutzen demnach Social-Media-Plattformen und pflegen regelmäßig ihre dortigen Profile.

Online Aktivität der Nutzer Teil 2

Soziale Interaktion mit neuen Medien sind gefragt unter den Spielern.

Und auch im Bereich der Ausgabenbereitschaft sind die Nutzer der Plattform von King.com bereitwilliger als der Durchschnitt der Online-Spieler. So sind 33% der Spieler bereit Spiele zum Download zu kaufen, 22% bereit Geld für virtuelle Gegenstände zu bezahlen und 20% bereit Geld bei Turnierspielen einzusetzen. Im Bereich der kostenlosen Spiele liegen die Spieler von King.com unter dem Durchschnitt, lediglich 44% spielen ausschließlich kostenfreie Spiele. Bei den übrigen Online Spielern sind es immerhin 67%, welche zur Nutzung von kostenfreien Spielen tendieren.

Gegenüber Werbung sind die Spieler von King.com ebenfalls eher aufgeschlossen und akzeptieren die Finanzierung der Spiele und Plattform durch Werbeeinblendung, sofern das Spiel dadurch kostenlos zu spielen ist.

Das Ziel der Studie war, einen Einblick in die Spielergemeinschaft von Casual Social Games gegenüber den üblichen Nutzern von Online-Spielern zu erhalten. Letztendlich zeigt die Auswertung, dass die Nutzer & Spieler von King.com über eine gute Bildung und Anstellung, feste familiäre Verhältnisse verfügen, sowie zu den Konsumenten unserer Gesellschaft zählen.

Quelle: Studie: Casual Social Gaming in Deutschland von King.com (PDF)

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3 Kommentare »

  1. Alex 4. Juli 2012 at 20:39 - Reply

    Interessante Studie. Hätte ich gar nicht gedacht, dass Social Games überwiegend von Frauen gespielt werden. Bei mir im Bekanntenkreis ist dies zumindest nicht der Fall.

    • Lars 4. Juli 2012 at 21:16 - Reply

      Ich denke es geht auch eher um die Casual Social Games, welche nicht explizit mit den üblichen Facebook-Casuals zu vergleichen sind.

  2. Manuel 9. Juli 2012 at 13:02 - Reply

    Man sollte natürlich berücksichtigen, dass King.com mit der Studie auch zeigen will, dass die casual games ein akzeptierter Zeitvertreib gebildeter Menschen aus der Mittelschicht sind. Und eben nicht nur Arbeitslose, Ungebildeteoder Nerds ansprechen, wie es bei Computerspielen häufig unterstellt wird.

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