Upjers: Mit dem eigenen Gartenparadies kam der Durchbruch

Lars 19. März 2012 1

Die Gartensimulation Wurzelimperium, die inzwischen über neun Millionen Spieler in 17 Sprachen begeistert, brachte der Bamberger Spieleschmiede Upjers den Durchbruch. Weitere Erfolge, wie das Aquariumspiel „Free Aqua Zoo“, die Tierpark-Simulation „My Free Zoo“, sowie das Bauernhofspiel „My Free Farm“ folgten und machten Upjers zu einem Millionenunternehmen mit 70 Mitarbeitern und über 36 Millionen Spielern in 23 Ländern.

Bislang brachte der Online-Spieleentwickler 24 bereits veröffentlichte Browsergames auf den Markt, diverse neue Projekte befinden sich noch in der Pipeline. So dürfen sich Fans noch in diesem Jahr auf Untote im neuen Browsergame „My Free Zombie“ freuen, auch ein 3D-Piratenspiel wurde bereits angekündigt.

In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk gewährte Upjers nun einen Einblick in die Entwicklungsphase eines Browsergames. Laut Felix Vogel, Spieledesigner von Upjers, arbeiten fünf bis sechs Personen an der Entwicklung eines Spiels. Die Entwicklungsphase beträgt fast ein Jahr.

Dabei fing 2003 alles mit einem Hobbyprojekt an. Das Ehepaar Schmitt führte damals eine Wäscherei, nebenher programmierte Klaus Schmitt, Geschäftsführer von Upjers, Computerspiele. Drei Jahre später machte er dann sein Hobby zum Beruf. Die Idee zum Browsergame „Wurzelimperium“ kam durch die simple Überlegung, wie man  Produktionsprozesse einfach gestalten könne. Dabei ist ihm der Garten in den Sinn gekommen:

„Pflanzen, ernten, gießen – Das kann irgendwo jeder nachvollziehen.“

Und genau die Einfachheit ist es auch, welche letztendlich den durchschlagenden Erfolg der Gartensimulation erklärt. Gartenarbeit per Mausklick begeistert Millionen Spieler. Doch wie sieht es mit der Zielgruppe aus? Wer sind die vielen fleißigen Gärtner weltweit? Marika Schmitt, Geschäftsführerin von Upjers, gewährte gegenüber dem BR einen Einblick in die Zielgruppe.

„[Die Zielgruppe] kommt ganz auf unsere Spiele an. Wir haben aber sehr, sehr viele Frauen, gerade im mittleren Alter […] und auch älter, die das wirklich begeistert spielen. [Auch diejenigen], die zu Hause sind, Hausfrauen, aber auch Leute, die im Beruf stehen, die einfach ein bisschen Abwechslung wollen und nebenher spielen möchten.“

Schon längst hat sich die Wohnzimmerfirma zum Millionenunternehmen entwickelt und wächst weiterhin. Grafiker, Informatiker und viele Quereinsteiger setzen die kreativen Ideen, zu denen auch dieses Artwork gehört, um. Zu welchem neuen Browsergame der verrückte Professor und die reizende Krankenschwester gehören, wurde zwar nicht verraten, es sieht allerdings verdächtig nach My Free Zombie aus.

Eines steht fest: Die tägliche Suche nach neuen Ideen und Trends ist wesentlicher Erfolgsgarant auf dem hart umkämpften Browsergames-Markt. Die Konkurrenz, die bekanntlich nicht schläft, sitzt hauptsächlich in deutschen Großstädten, wie Hamburg (Bigpoint, Innogames) und Berlin (Just A Game) und München (Travian Games).

Die Spiele der Bamberger Firma begeistern Millionen Fans weltweit, besonders aber in den Niederlanden, Frankreich und Polen klicken sich die Spieler durch die virtuellen Spielewelten der Franken. Die Texte zu den Spielen wurden bisher in 23 Sprachen übersetzt.

Um eine breite Zielgruppe zu erreichen, die Spieler langfristig zu begeistern und irgendwann zu zahlenden Kunden zu machen, müssen sich die Online-Spiele durchsetzen. Neben einer kreativen Idee werden anspruchsvolle Grafiken und Animation zunehmend wichtiger. Mit Bildern Geschichten erzählen und den Figuren Leben einhauchen – Das ist die Arbeit der 3D-Grafiker bei Upjers. Bald kommt ein neues 3D-Piratenspiel auf den Markt, deren Hauptfiguren aus 2D-Skizzen zu feinsten 3D-Grafiken heranwachsen. Zurzeit befinden sich die Freibeuter der Meere noch in der Entwicklung:

Bis Aussehen und Mimik des Piraten stimmen, vergehen neun Tage! Neben den Charakteren dürfen wir uns schon jetzt auf eine detailreiche Umgebung mit rauschenden Wasserfällen und einer atemberaubenden Unterwasserwelt mit Delphinen, Haien und Fischschwärmen freuen.  Und auch diesmal werden mit Sicherheit wieder zahlreiche Freunde der virtuellen Spielwelt zu aufregenden Missionen und actiongeladenen Seeschlachten aufbrechen!

Quelle: br.de

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Ein Kommentar »

  1. DaS 24. September 2013 at 12:52 - Reply

    Hallo,
    dies ist zwar ein alter Beitrag aber da es etwas aktuelles gibt und ich erst jetzt hierüber Stolpere eine kurze Info.
    Meines Wissens nach war da erste Spiel:

    Kapitalism 1 und 2

    Wobei Kapitalism in seiner jetzigen Form nach über 10 Jahren geschlossen werden soll. Ein Spiel das tasächlich Kostenlos ist. Es werden keine Coins,Diamanten oder ähnliches benötigt.

    Es wird auch nicht gekämpft,geschossen,getötet man kann mit anderen handeln aber man kann es auch sein lassen.

    Die Grafik und das Spielprinzip ist in die Jahre gekommen aber Vintage ist „In“ PixelArt nennt es sich inzwischen und ist längst Kult.

    Darum ist es sehr schade das ein Spiel dessen Name Programm ist und ein Unternehmen in Real Life genau das umgesetzt hat was das Spiel darstellt, das dies Spiel nun abgesetzt wird.

    Dabei wäre es nahezu eine geniale Idee das erste Browsergame als Maskotchen zu behalten die nötigen Arbeiten daran durchzuführen um es erhalten zu können.

    Wieviel Firmen geben Millionen für Werbung aus nur um bekannter zu werden, warum nicht die Vintage vorher Retro Welle nutzen um genau das zu vermitteln: Wir haben Spiele wirklich für jeden.

    Gruß
    DaS

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